Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Angelegenheit wiegt ſchwer, ſchwerer als jedes andere. Es wäre ein tiefer Schmerz für Uns, wenn Wir die⸗ ſer Familie wirklich unverdientes Leid verurſacht hät⸗ ten. Es wäre bedauernswürdig, wenn Wir den Er⸗ ben eines ſo altberühmten Namens ſo lange zu einer niedrigen Stellung verurtheilt hätten.“

„Hans von Tondern hat auch in dieſer Stellung ſeine Pflicht gethan, Majeſtät!“

„Ich erinnere mich!“ ſagte der König, und ein leichtes Erröthen belebte ſein blaſſes Antlitz.„Ich ritt noch niemals ein ſo gutgeſchultes Pferd wie Sultan, und zum Dank haben Wir ſeinen Lehrer entlaſſen.“

„Die Entlaſſung iſt noch nicht ausgefertigt, Ma⸗ jeſtät!“

Der König ſchien beunruhigt durch die Beſorgniß, einen ihm werthvollen Dienſt mit Härte belohnt zu ha⸗ ben; lange ſchwankte er zwiſchen dem Wunſche, Glück und Gnade zu ſpenden, und der Furcht, eine Linie neben den Weg idealer Gerechtigkeit zu treten, den er ſich für ſein Leben vorgezeichnet hatte.

Endlich war der Kampf in ſeinem Innern ent⸗ ſchieden. Mit einer Art freudigen Stolzes warf er das jugendliche Haupt zurück.

„Der Erbe ſo großer Beſitzungen und Träger ei⸗ nes ſo erlauchten Namens wird Uns in Zukunft ſchwer⸗