Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Worte, welche Tondern anſtandshalber in Geſellſchaft mit mir hatte wechſeln müſſen, und ſein raſches Fort⸗ gehen, ſobald mein Mann kam, auf deſſen Stimmung vom nachtheiligſten Einfluß geweſen waren.

Tondern ſagte mir auch, daß er ſich natürlich nicht ſchlagen werde, daß er meinen Mann für be⸗ denklich krank halte und mir die ſchleunige Zurathe⸗ ziehung eines tüchtigen Arztes dringend empfehle, um vielleicht noch größeres Unheil abzuwenden. Bis die⸗ ſer gekommen, rathe er mir, meinen Mann möglichſt zu beruhigen und ihm, ſoweit es meine Sicherheit nicht gefährde, bis zur Ankunft des Arztes möglichſt wenig Widerſtand entgegenzuſetzen. Wenn ich es geſtatte, werde er auf Helmberg bleiben, um mir mit Rath und Hülfe beizuſtehen, wenn der Kranke ſich oder mir Gefahr bringe.

Nach einer Pauſe fuhr die Gräfin fort:Ich war verwirrt, außer mir, ich dachte in der Angſt um Deinen Vater ſo wenig daran, daß mein Schritt mißdeutet werden könne, daß ich den Caſtellan, einen meinem Gatten ſehr ergebenen, hohlköpfigen und ein⸗ gebildeten Schwätzer, halb in die Sache einweihte und ihn inſtändigſt bat, wenn mein Mann kommen ſollte, ihm nichts von der Anweſenheit Tondern's im Schloſſe zu ſagen. Wohl bemerkte ich die ſeltſame Art, wie

v. Schlägel, Die Ritter der Gegenwart. 3