Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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4. 8 gekauft, nicht hielteſt, wie er Dir befohlen hatte. Bei Gott, bis dahin war ich ihm ein gehorſames Weib geweſen, und wenn zu Zeiten, wo es für mein Leben Gefahr brachte, Dein Vater mir befahl, gleich einer echten Rittersfrau aus alter Zeit bei Mondenſchein querfeldein mit ihm zu jagen, ich gehorchte, er war ja mein Gebieter und was lag an mir. Als er aber zum zweiten Mal das Leben meines Kindes in Gefahr brachte, da bäumte ich mich auf und ſprach Worte, wie er ſie bis dahin nie gehört und wie ſie mir faſt ſelber fremd von meiner Lippe klangen.

Er ſah mich ſcheu und finſter an und ging. Mir ſchien es, als habe er Furcht vor mir ſeit dieſem Tage; denn ſo heftig er auch gegen ſeine Diener wüthete, mit uns beiden trieb er nicht mehr ſo arg wie früher ſein ſeltſames Spiel.

Inzwiſchen wurde er immer einſilbiger und ſon⸗ derbarer. Tage lang ritt er allein im Forſt, ſelten mehr blickte er mir in die Augen; der Blick der Men⸗ ſchen ſchien ihm weh zu thun. Dich ſah er oft ſo ſeltſam an, als müßte er ſich erinnern, daß Du ſein Kind ſeieſt. Du flüchteteſt ſtets vor ihm zu Deiner Mutter! Des Nachts ſtand er manchmal auf und ſprach mit ſich und rief laut aus dem Fenſter. Ich wagte manchmal kaum die Augen zu ſchlie⸗