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wie ich fühle jedes ſittſame Mädchen; er wiſſe beſſer, daß ich Helmberg liebe. 3
Dann öffnete er die Thür, Dein Vater erſchien, man legte unſere Hände in einander und Dein Groß⸗ vater, der Menſchenfeind, rief die Nachbarn und Freunde, ſein und unſer Glück zu ſchauen.
Unſer Glück! Dein Vater lag vor mir auf den Knieen und ſtarrte mich mit glühenden Augen an. Ich zitterte vor ſeinem Blick faſt mehr noch als vor dem Zorn des Vaters. Manchmal des Nachts überkam mich eine fürchterliche Angſt vor dem, was meiner wartete; ich wollte vor dem Lager des Vaters nieder⸗ ſtürzen und ihn anflehen, mich vor meinem Bräutigam zu retten; das könne nicht Liebe ſein, der vor dem Liebſten graut! Oftmals ſtand ich ſchon vor der Thür und hörte des Vaters ruhige Athemzüge, ſo ruhig wie nie. Dann dachte ich wieder an ſein ſtrahlendes An⸗ tlitz und wie er anders geworden als ſeit langen Jah⸗ ren, ausgeſöhnt mit aller Welt, und fragte mich, ob ich das Recht habe, alles das zu zerſtören, ich, die ich ja nicht einmal wußte, was Liebe ſei. Das mußte
doch der Vater beſſer wiſſen!
Und dennoch, ein wenig wußte ich davon! Das ſüße Lied dringt durch die dickſten Mauern, wenn
man auch Thür und Fenſter ihm verſchließt! Neu⸗
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