Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Der dienſtthuende Page des Königs harmonirte ſo ganz mit alledem, was mich hier umgab, umgeben hatte ſeit meiner Kindheit, daß ich nur verwirrt und zitternd des Amts der Hausfrau waltete. Ich wußte nicht woher ſollte ich es auch wiſſen daß des Königs Edelknaben ihre Uniform durch anderthalb

Jahrhunderte nicht verändert hatten, und daß der Ca⸗

valier in ſeidener Tracht, die Schleife in den königli⸗ chen Farben an der Achſel, nichts war als ein Ueber⸗ bleibſel längſt vergangener Zeit, gleich uns zurückgehal⸗ ten durch die Laune eines Einzelnen.

Dein Vater denn daß er es wurde, wirſt Du errathen den ſein Dienſt im Schloſſe zu uns führte, ſchien ſich bei uns zu gefallen. Er hatte ſich bei mei⸗ nem Vater ſo günſtig eingeführt, mit ſolcher tiefen Ehr⸗ furcht ſich vor ihm verbeugt, des Königs Schreiben und Geſchenk ſo zierlich überreicht, ſich auch ſo manierlich bei Tiſche betragen, er hörte des alten Herrn Reden mit ſolch unermüdlicher Geduld an, daß dieſer, was er ſonſt nie gethan, ihn bat, er möge wiederkommen, und von Stund an den Grafen Helmberg für den ritter⸗ lichſten jungen Mann erklärte, den er je gekannt, für einen Jüngling, wie man ihm nicht oft mehr begegne in dieſen Zeiten.

Ich hörte ihm gläubig zu, und als Graf Helm⸗

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