Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Kein heiteres Kinderlachen, keiner Freundin Ver⸗ trauen erfriſchte meine Jugend. Da, eines Tages, riefr mich der Papa aus meinem Zimmer, aufgeregt, mit flammsenden Wangen und Thränen in den Augen am andern Jage war ſein Geburtsfeſt, und ich verbarg erröthend eine Mütz von längſt verſchollener. Form, die ich heimlich für dihn arbeitete. Außer mir vor Staunen folgte ich dem Berehl das Beſte, was Küche und Keller bargen, aufzuttragen für unſern Gaſt.. Unſer Gaſt war ein zwanzigjähriger Page unſe⸗ res Königs, der im Auftrage Seiner Majeſſtät dem Vater zu ſeinem ſiebzigſten Geburtstage einen bohen Orden brachte; man hatte glſo den treuen Diemer nicht vergeſſen, worüber er ſich oft ſo bitter gekränkte

Ich kam in dieſes Zimmer ſchüchtern, zitternd, ich hatte ja mit Menſchen nur ſelten verkehrt, und nie mit ſolchen, die mein Vater liebte. Da neigte ſich ceremoniell, wie im Menuett, ein junger Mann, den Dreiſpitz zierlich zwiſchen drei Fingern der rechten Hand, die linke ſanft am Degen. Haarſchleife, Zopf, die mächtigen Jabots, der Anzug, blau mit Silber, bis zu den Schnallenſchuhen ſtimmten ſo ganz zu jenem Fabelweſen, wie ich nach meines Vaters Schilderung mir junge Cavaliere vorgeſtellt.

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