Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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Hand der jungen Deutſchen an ſeine Lippen und ver⸗ ſchwand aus dem Saale ſo plötzlich, wie er gekommen.

Bald darauf verließ auch Rittmeiſter von Werdenau die Kirchweih. Er war ſehr traurig und einſilbig und hatte für die Leiden des armen Tolsky, der ſich bitter über Gertrud's Koketterie beklagte, keinen Troſt.

Gertrud war durch ihre Würde gezwungen, bis zum Ende des Feſtes auszuharren. Aber nach Allem, was ſie heute erlebt und gegenüber der offenen Feind⸗ ſeligkeit Sandor's und der eiſigen Verachtung, welche Jolanthe gegen ſie zur Schau trug, vermochte ſie die gedrückte Stimmung, die von ihr Beſitz ergriffen hatte, nicht wieder abzuſchütteln.

Mit hoch erhobenem Haupte und an Uebermuth grenzender Lebensluſt durchſtürmten Serravaglia und Ilka noch den Saal, als die Reihe der Tänzer immer gelichteter und das Kratzen der Geigen immer ſchlaf⸗ trunkener wurde. Ilka hatte das Geſchenk des Mal⸗ teſers lange in der Hand gehalten und mit klopfendem Herzen auf die haſtige Rede gelauſcht. Mit kindlicher Scheu flüchteten ihre Gedanken zu der Mutter und wieder hörte ſie deren leidenſchaftliche Worte:Du wenigſtens ſollſt glücklich ſein.

Und war das nicht das Glück, welches da vor ihr ſtand in der knappen, goldverſchnürten Ulanenuniform