Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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mit dem verliebteſten und verzweifeltſten Geſichte zugleich und ihr als Cotillonzeichen das Kreuz eines altberühm⸗ ten Ritterordens überreichte?

Ilka wußte aus den Andeutungen ihrer Familie genug über die Privatverhältniſſe ihres Anbeters, um keinen Augenblick das Opfer und die ſcheinbar wider⸗ ſpruchsvollen und doch ſo harmoniſchen Worte miß⸗ zuverſtehen, die ihr Serravaglia in höchſter Leidenſchaft zuflüſterte:

Ich bin frei und gehöre nur noch Ihnen!

Die Glut ihres Anbeters riß Ilka mit fort. Du wenigſtens ſollſt glücklich ſein, tönte in ihrer Seele die Stimme der Mutter und mit einem Blick voll liebens⸗ würdigſter Schelmerei heftete ſie den ſeltſamen Schmuck an ihre Bruſt.

Jetzt bin ich Ihr Großmeiſter, Herr Graf, und werde auf ſtrenge Ordensregel halten.

Du, Du für immer! ſagte Serravaglia leiſe, dem es faſt die Bruſt zerſprengte vor Jubel, und ſein Arm, der ſich bei dem beginnenden Galopp um ihre Taille gelegt, zog die Geliebte näher an ſich.

Mit kindlicher Drohung erhob Ilka den koſtbaren Fächer aus ſeltenen Federn.

Mehr Ehrfurcht vor Ihrem Ordensmeiſter, Herr Graf!