Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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3 Es war faſt freudige Sympathie, was aus Gertrud's gewittergrauen Augen blitzte, als ſie den finſtern ſchönen Mann ſo ſprechen hörte. Sanft fuhr ſie fort:

Solche Lichtblicke böte Ihnen das Leben noch mehr, wenn Ihnen Finſterſehen und Verachten nicht Bedürf⸗ niß wäre.

Ich weiß es.

Und warum Gertrud ſtockte.Warum, hatte ſie ſagen wollen,warfen Sie den böſen Zauber, der Sie elend machte, nicht ſchon lange weit von ſich?

Gertrud bereute indeß ihre Frage ſchon, bevor ſie dieſelbe geendet, ſo ſengend lagen die Blicke des Grafen auf ihrem Antlitz.

Weil ich Sie erſt ſeit wenigen Tagen kenne.

Zugleich fühlte ſie ihre Hand ergriffen und heftig gepreßt. In demſelben Augenblick aber erhielten ſie einen Stoß, daß ſie zurücktaumelten und Gertrud ſich nur durch die in der Nähe befindliche Wand vor dem Stürzen bewahrte. Sie war von ihrem Tänzer durch Sandor und Jolanthe, welche in raſendem Galopp daher⸗ ſtürmten, gewaltſam getrennt worden. Bleich war Janos wieder auf die Füße geſprungen und ſchaute ſich mit rollenden Augen nach ſeinem Neffen um. Da ſah er die bittend gefalteten Hände Gertrud's. Der wilde Zorn ſchwand aus ſeinen Zügen, er führte die