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einen Strauß künſtlicher Blumen überreichten. Die wohl⸗ habenderen darunter ſchmückten die Stengel der Blu⸗ men mit einem Ring, einem Schmuckgegenſtand oder auch mit einem blanken Goldſtück. Die Mädchen ſteck⸗ ten dieſe Sträußlein vorn ans Mieder und gewährten dem Geber einen Tanz, welcher von keinem andern Burſchen unterbrochen werden durfte. In einer Ecke des Saals, dicht neben Tolsky, um deſſen Schmollen ſich Niemand kümmerte, hatte ſich eine alte Zigeunerin angeſiedelt, welche jene Sträuße feilhielt. Sie war ſtets von einer Schaar von Burſchen umringt, die mit ihr han⸗ delten oder den Gegenſtand, den ſie der Erwählten zu⸗ gedacht, von der Alten an den gekauften Strauß be⸗ feſtigen ließen. Beſcheiden gaben ſie indeß Raum, als Graf Serravaglia, den ſie als einen freundlichen, leut⸗ ſeligen Offizier kannten, ſich ebenfals ein Sträußlein ausſuchte.
Auch die Verkäuferin ſchien ſich geehrt zu fühlen durch ſo feine Kundſchaft; ein abſcheuliches Lächeln ent⸗ ſtellte das dunkelbraune, von ſchneeweißen Haaren um⸗ rahmte Geſicht und mit zitternder Hand kramte ſie in ihren Schätzen.
„So ein nobler Herr muß das Allerſchönſte haben“, kicherte ſie,„das allerſchönſte Sträußlein, denn er hat auch das allerſchönſte Schätzlein— gewiß, das hat er!
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