Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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gegen, der ſie verſchmähte, und ihre Blicke ruhten voll Haß und Angſt auf Werdenau, der vor wenigen Tagen ihr einen Namen ins Geſicht geſchleudert, welcher ſeit Jahren begraben war und begraben bleiben mußte, gleich dem, der ihn trug, begraben gleich ihrer Schmach!

Werdenau beachtete Jolanthe nicht. Er befand ſich in weicherer Stimmung als ſeit langem. Um die ſicht⸗ bare Unruhe des Grundherrn zu enden, füllte er ſein Glas mit Rothwein und näherte ſich dem alten Mann.

Sie haben für die Kirchweihkönigin eine gute Wahl getroffen, die ſchwäbiſche Tracht ſteht Fräulein von Nort⸗ wald zum Entzücken.

Jolanthe hörte noch dieſe ziemlich laut geſprochenen Worte und den glockenreinen Klang der anſtoßenden Gläſer und haſtig ging ſie auf Janos zu, daß ihre Schleppe kniſternd hinter ihr herrauſchte. Aber wie in den Boden gewurzelt blieb ſie ſtehen und ein wortloſer Seufzer entwich zwiſchen ihren feſtgeſchloſſenen Zähnen ohne ſeinen Schwager zu begrüßen, ohne ſelbſt mit ſeiner Nichte ein Wort auszutauſchen, hatte Janos die Kirchweihkönigin zum Tanze aufgefordert.

Und doch wäre in gewöhnlicher Zeit das, was mit Ilka vorging, dem patriotiſchen Grafen auffällig genug geweſen. Es gehörte zu den Gebräuchen des Tages, daß die Burſchen ihrer Auserwählten beim letzten Tanz