Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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Malteſer war, der reichen Magnatin nie entſprechen konnte daß die etwas laute Loyalität des Grund⸗ herrn und ſeines Sohnes ſelbſt vielleicht nichts ſei als der Deckmantel, unter dem die kühne und verbitterte Frau ihre reichsfeindlichen Beſtrebungen um ſo unge⸗ ſtörter fortſetzte. Die Zurückkunft der Baronin fiel ſeltſamerweiſe mit alarmirenden Gerüchten zuſammen, die immer drohender und unheimlicher auftauchten. Die halbe Offenheit, mit der Frau von Lorin die Urſache ihrer Heimkehr nannte, erſchien dem klugen und nicht wie Serravaglia durch Liebe verblendeten Offizier nichts Anderes als ein Mittel, jeden Verdacht einzuſchläfern, und zugleich ein Fühler, wie weit die Wachſamkeit und Kenntniß der Stimmung im Lande bei den Militär⸗ behörden reiche. Die Baronin wäre vielleicht zu ſtolz geweſen zu einer ſolchen Rolle, als ihr aber durch die Frage Serravaglia's die lockendſte Gelegenheit geboten war, ſuchte ſie die Urtheile zu verwirren und ſich zu unterrichten.

Dem Rittmeiſter war das Amt eines Aufpaſſers, zu welchem Offenheit und Pflichtgefühl ihn gedrängt, ſehr mißlich, und er überlegte bereits, ob ihm das letz⸗ tere geſtatte, alle Beziehungen zur Familie abzubrechen und abſichtlich die Augen zu ſchließen. Er fühlte, daß er, nachdem einmal ſein Verdacht ein ſo beſtimmter