Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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amt der Malteſer nicht hinweggeholfen hätte. Zum erſten Mal in ſeiner geſellſchaftlichen Laufbahn ver⸗ zweifelte Serravaglia daran, die Unterhaltung wieder in Gang zu bringen. Auch Lieutenant Tolsky, ein ſehr geſund ausſehender Pole, welcher, von Natur das einſilbigſte und nüchternſte Gemüth, ſich verpflichtet glaubte, die Romantik ſeines Vaterlandes durch lange, geſteifte Schnurrbartſpitzen und heldenkühne Geberden zu vertreten, konnte nicht aus der Verlegenheit helfen, denn ſeine mangelhafte Sprachkenntniß hatte auch zu andern Zeiten ſchon zu den drolligſten Mißverſtänd⸗ niſſen Veranlaſſung gegeben.

Rittmeiſter von Werdenau allein hätte vielleicht den Muth beſeſſen, das Wort an die Baronin zu richten, welche wie eine beleidigte Königin in finſterer Würde dalag; allein er fühlte, daß eine Entſchuldigung ſolchen Erinnerungen gegenüber wie Spott klingen müſſe; auch hätte er bei aller Großmuth und Rückſicht ſchwer⸗ lich das rechte verſöhnende Wort gefunden. Er glaubte aus dem ganzen Benehmen der Dame die Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß ſie jetzt wie einſt ihren poli⸗ tiſchen Ueberzeugungen und Wünſchen jede andere Rück⸗ ſicht unterordnete, und daß ihre Gaſtfreundſchaft für die Offiziere, ihre Duldung der offenen Courmacherei Serravaglia's eines Freiers, der, wenn er auch nicht