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geworden war, das nicht mehr dürfe. Rittmeiſter von Werdenau gehörte zu den ſeltenen Menſchen, welche einen durchdringenden Verſtand und eine große Feſtig⸗ keit des Willens mit einer angeborenen Reinheit und Güte des Herzens zu verbinden wiſſen. Er war aus einer hannoveriſchen Familie und hatte in dortigen Militärdienſten geſtanden, bis ihm die kleinſtaatliche Thatloſigkeit zu eng ward und er gleich vielen ſeiner Kameraden in dem damals zum deutſchen Bunde ge⸗ hörigen Oeſterreich ein größeres und intereſſanteres Feld für einen Berufsſoldaten fand. Der häufige Garniſons⸗ wechſel, das Leben inmitten fremdartiger Völkerſchaften und intereſſanter halbwilder Zuſtände hatten ihn für manche Entbehrung und Enttäuſchung entſchädigt, und wenn er auch keine Urſache hatte, ein glühender Ver⸗ ehrer der Regierung zu werden, der er diente, ſo mußte er doch als Deutſcher mit den Anſtrengungen ſympathi⸗ ſiren, welche Oeſterreich damals für Ordnung und Civi⸗ liſation in ſeinen entlegenſten Theilen machte. So kam es, daß er ohne innern Zwieſpalt mit klarem Blick und feſtem Willen an der Niederhaltung und Ueber⸗ wachung eines Landes Theil nahm, das nach ſeiner An⸗ ſicht ohne den Kitt und die Herrſchaft des deutſchen Elements nur in die verworfenſten feudal⸗anarchiſchen Zuſtände zurückſinken konnte.


