Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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auch gegebenen Falls für uns ſein mag, begann die Baronin nach einer Pauſe wieder.Aber zu ſolchen Zeiten triumphiren Mißtrauen und Verrath über die erprobteſten Freundſchaften, und darum iſt es gut, wenn diejenigen, welche Freunde bleiben wollen, ſich bei Zeiten trennen. Was an uns liegt, ſoll geſchehen, daß Ihnen das mot G'ordre nicht zu ſpät zukommt.

Eine Mahnung von dieſer Seite könnte ihren Zweck verfehlen! ertönte da eine leiſe, ruhige und ſehr melo⸗ diſche Stimme.

Und warum, Herr Rittmeiſter von Werdenau?

Die Baronin hatte ſich halb aufgerichtet und ſchaute dem Sprecher aufmerkſam ins Geſicht.

Dieſer ſenkte die milden braunen Augen nicht und ſeine Stimme blieb männlich ſanft wie eben.

Weil es dann vielleicht un ſere Pflicht ſein könnte, Verdacht und Beunruhigung auf verehrte Freunde zu lenken, welche ſich mit den Abſichten der Revolution allzu vertraut zeigen.

Die Baronin war beſtürzt, beſchämt. So ſehr ſie ſich mühte, ſie konnte die ruhige Sicherheit dieſer milden, ſammtartigen Augen nicht ertragen. Es fehlte ihr ſelbſt ihre gewöhnliche Würde, und mit einem Lachen, wel⸗ ches mehr einem ſchmerzhaften Huſten glich, ſpottete ſie:

Der Herr Rittmeiſter regelt als echter Deut⸗

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