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„O, Sie ſind ſehr klug, daß Sie ſogleich gekannt haben!“ vief der Jüngling eifrig.
„Und wie kommt die ſchwäbiſche Volkstracht hier⸗ her?“
„O, die iſt ſchon mehr als hundert Jahre in Lo⸗ rin. Weil hier ſehr ſchlechtes Geſindel war, das ſehr faul geweſen iſt, haben wir deutſche Bauern kom⸗ men laſſen, die verfolgt waren für ihre Religion. Und dieſe ſind geworden unſer Landmann und haben ſehr großen Reichthum. Mein Vater hat einmal gewettet, daß er von ſeinen Bauern in wenig Stunden eine ſehr große Summe Geld erhalten könne, und in der be⸗ ſtimmten Zeit haben ſie ihm gebracht das Doppelte— o, ſie ſind ſehr reich!“
„Und die Leute ſprechen noch deutſch?“
„Nichts als deutſch“, beſtätigte jener eifrig.„In einigen Wochen iſt ihre Kirchweih, da werden wir hin⸗ gehen. Ilka, die Kammerjungfern, Alles geht hin. Sie müſſen auch hin und mit den Burſchen tanzen — ich werde mit den Mädels herumſpringen.“
Die Lippen des deutſchen Fräuleins krümmten ſich etwas. Soviel Landsmannſchaft ſchien ihr gerade nicht unerlaßlich.
„Es wäre unpaſſend, die Frau Baronin, die Sie wahrſcheinlich abgeſchickt hat, mich zu ſuchen, noch län⸗
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