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„Ihre Mutter und Schweſter wurden ſo ſtürmiſch bewillkommt, daß ich mich vor dem Enthuſiasmus Ihrer Landsleute hierher geflüchtet habe“, ſagte ſie und ſtand mit ruhiger Sicherheit auf.
Das volle Geſicht des jungen Mannes wurde dunkelroth.
„Schöne Landsleute!“ ſagte er verächtlich„Pfer⸗ dehirt und Schweinetreiber, was will haben Brannt⸗ wein für ſein durſtiges Hals; ſchreien Eljen auf Alles, was ihnen Branntwein bezahlt. Der Verwalter hat ſie in die Schenke des Juden geführt, und mor⸗ gen, wenn ſie ihren Rauſch ausgeſchlafen haben, ſteh⸗ len ſie uns das Huhn vom Hofe, wenn man es nicht einſperrt. Hätten dem Geſindel geben ſollen einen
Fußtritt, dann wären ſie ſchon aus dem Weg gegan⸗
gen“, fuhr er fort; und da es ihm zu ſpät einfiel, daß dieſe Beſchäftigung dem„deutſchen Fräulein“ wohl nicht paſſen möchte, war er froh, in der Geſtalt einer jungen Bäuerin, welche unter der Thür eines der lan⸗ gen gelben Häuſer erſchien, eine Hülfe in der Noth gefunden zu haben.
„Sehen Sie, das dort iſt Ihr Landsmann!“
„Wenn ich mich in Deutſchland befände, würde ich das für eine ſchwäbiſche Bäuerin halten“, lächelte das deutſche Fräulein.


