Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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ben und Leinwandmarquiſen, und ſeine offenen Thüren führen in den noch immer nicht reizloſen Blumen⸗ garten mit ſeinen ſpäten Roſen, Aſtern und Herbſt⸗ winden. Ueber die Umzäunung des Gartens neigen ſich⸗ ſchwerbeladene Obſtbä ume und das Laub der Reben gänge beginnt ſich purpurn zu färben.

Auf der Veranda dieſer Sommerwohnung ſteht ein Mann in der Mitte ſeiner Jahre und ſchaut lächelnd hinunter auf das Spiel dreier Knaben von drei bis fünf Jahren, welche ziemlich laut und mit großem Eifer einander den Gebrauch eines kleinen Velocipeds zu erklären ſuchen, aber ſich gegenſeitig ihre Be⸗ mühungen dadurch vereiteln, daß alle das Reitinſtru⸗ ment gleichzeitig beſteigen wollen.

Da tritt eine Dame in anmuthiger Hauskleidung neben den Herrn und berührt mit der Hand, in wel⸗ cher ſie einen Brief hält, leicht ſeinen Arm.

Werdenau wandte ſich nach ſeiner Gattin um und über ſeine Züge flog ein freudiges Leuchten, als habe die Sonne beim Abſchied auf ſeinem Antlitz einen Strahl zurückgelaſſen.

Ein Brief aus Ungarn, Adolf! ſagte ſie, auf das Schreiben deutend.

Aus Ungarn? Deine Correſpondenz mit Ilka iſt doch lange eingeſchlafen; was ſchreibt ſie denn?