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nahme an Gertrud's Glück war eine ungeheuchelte und herzliche.
„Wenn ich auch zu ſehr mit unſern eigenen Plä⸗ nen und Gefühlen beſchäftigt geweſen bin, um Ihr gegenwärtiges Glück zu fördern, ſo erſchien mir doch manchmal dieſe Verbindung ſo natürlich und ſelbſt⸗ verſtändlich, daß alle abweichenden Vermuthungen mich um ſo unangenehmer überraſchten. Der Him⸗ mel hat Sie zuſammengeführt, trotzdem von unſrer
Seite unbewußt das Mögliche geſchah, es zu ver⸗
hindern— möge der Himmel Sie auch ferner be⸗ ſchützen!“ 1
Sie zog Gertrud innig an ſich und flüſterte:
„So hat der Aufenthalt bei uns trotz aller Pein und Mißgriffe Dir endlich doch eine Heimat gegeben, mein theures Kind!“
Dann reichte ſie Werdenau die Hand.
„Verzeihen auch Sie mir, wenn ich Ihnen durch meine Schroffheit jemals wehgethan habe, man be⸗ gegnet ſelten ſo guten Menſchen, wie Sie beide ſind, und deshalb konnte ich Ihre Großmuth nicht ahnen!“
Herr von Lorin ſchnaubte wie eine ſeiner gelieb⸗ ten Locomotiven und murmelte etwas Unverſtändli⸗ ches, woraus zu entnehmen war, als ſehe er es für eine ganz beſondere Schlauheit ſeinerſeits an, durch


