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Ilka war in tiefer Trauer und ihr hübſches Ge⸗ ſicht hob ſich bleich aus den dunklen Kleidern. Aber die ſchüchterne Neugier, mit welcher ſie die Liebenden betrachtete, ließ die Vermuthung zu, daß ſie auf die Pariſer Hochzeitsreiſe wohl nur vorläufig verzichtet habe. Als ſie jedoch Gertrud's Arm nahm, um dieſelbe zu ihrer Mutter zu führen, welche im Nebenzimmer auf ihrer Cauſeuſe ruhte, flüſterte ſie:
„O Gerta, ich bin ſehr unglücklich— ich habe ihn ſo unſaglich geliebt!“
„Wen denn?“ fragte Gertrud mit aufrichtigem Erſtaunen.
„Wen anders als Serravaglia, der für mich in den Tod gegangen iſt und den ich opfern mußte? Ich habe bereits unſerm Peſther Gärtner Auftrag ge⸗ geben, allwöchentlich dafür zu ſorgen, daß ich das Grab den ganzen Winter mit friſchen Blumen ſchmücken kann.“
Gertrud konnte ſich des Gedankens nicht erweh⸗ ren, als ob Ilka ſich bei der Vorſtellung, das Grab des für ſie gefallenen Oberlieutenants mitten im Win⸗ ter mit friſchen Blumen zu ſchmücken, höchſt intereſſant vorkomme.
Die Magnatin blieb ſehr ernſt, allein ihre Theil⸗
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