Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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und ſo vertraut zugleich in der fremden Umgebung vor mir erſchienen. Von jenem Augenblick an waren Sie der lichte Mittelpunkt, um den ſich alle meine Gedan⸗ ken und meine ganze Sehnſucht drehten. Dieſe Sehn⸗ ſucht war nicht ohne Qual; denn ich konnte nicht da⸗ rauf hoffen, daß Sie, ſo ſehr berechtigt, die Huldi⸗ gungen der beſten und thatkräftigſten Männer zu em⸗ pfangen, jemals Ihr Schickſal an das eines gealterten Landsknechts binden würden, der nichts ſein eigen nannte als ſeinen Degen und der ſein Zelt bald unter den halbwilden Völkern der Grenzlande, bald im Elend einer kleinen Garniſonsſtadt aufſchlagen mußte. Je weniger ich hoffen durfte, jemals ein legitimes Recht zu Ihrem Schutze zu erwerben, deſto furchtbarer quälte mich der Gedanke an alle die Gefahren, denen Sie in Ihrer neuen Umgebung ausgeſetzt waren. Ich war, wie ich jetzt einſehe, ein Thor; Sie beſaßen in ſich ſelbſt den ſicherſten Schutz und Ihre charaktervolle Feſtig⸗ keit wirkte veredelnd ſogar auf jene, die Ihnen mit den ſchlimmſten Abſichten nahten. Verzeihen Sie mir, daß ich Sie für kleiner hielt, als Sie ſind, und daß ich glaubte Sie warnen zu müſſen! Als ich es that, rang ich mit dem bitterſten Schmerz meines Lebens, mit einer Eiferſucht, wie ich mich deren nie für fähig gehalten hätte. Und als ich mich nicht mehr darüber