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ſeine Hoffnung auf das höchſte, reinſte Erdenglück. Er machte ſich Vorwürfe darüber, daß er, während das Blut in den Adern ſeines todten Freundes noch nicht erkaltet war, für ſich an ein Glück denken mochte, für welches jener ſein Leben geopfert hatte. Er ſchrak zu⸗ ſammen bei dem Gedanken, daß ihm vielleicht im letz⸗ ten Augenblick noch der Preis entrungen werden könne, gleich jenem, und ſchaudernd fragte er ſich, ob er dann noch den Muth haben werde, weiter zu leben. Vielleicht hatte er den bleichen, verzweiflungsvollen Schrecken in Gertrud's Geſicht, der im Grunde nur Angſt um ihr eigenes Schickſal war, mit Unrecht auf die Angſt um ihn bezogen? Sie hatte den Landsmann, den Beſchützer in einer ihr feindlich geſinnten Welt zu verlieren gefürchtet— war aber das ſchon Liebe, eine Liebe, die das Glück ſeines Lebens ſein konnte? Und wenn ſie ſelber durch ihr Bedürfniß nach Schutz, durch Heimweh, durch das drückende Gefühl des Allein⸗ ſtehens getäuſcht wurde und das für Liebe hielt, was nur die Sehnſucht nach Veränderung, nach Hülfe war? Wenn ſie in der Tiefe ihres Herzens denn doch den Grafen Ketlan liebte, dem ja alle Weiberherzen ent⸗ gegenflogen, und ſich mit geſchloſſenen Augen zu dem treuen Landsmann rettete, um jener Liebe zu entgehen? So weit waren Werdenau's ſelbſtquäleriſche Ge⸗


