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dieſen für ſie im Weltall, brachte ſie die Worte her⸗ vor:
„Man ſagt mir, Rittmeiſter von Werdenau ſei todt.“
Da trat Jolanthe, durch die Aufregungen des Tages und ihren Haß aller Faſſung beraubt, vor ſie hin und ſagte mit ſchneidendem Hohn:
„Ihr Galan lebt, mein Fräulein, und wird Ihnen den Lohn für Ihr Spioniren ſicher nicht vorenthalten. Denn Sie allein haben uns verrathen! Niemand als Sie!“
Wie von dieſem Gedanken unwillkürlich betroffen, richtete die Baronin ſich auf. Gertrud jedoch gab keine Antwort. Es ſchien, als hätte ſie die ſeltſame Anklage nicht einmal gehört, die man gegen ſie ausſprach; denn wie ſüße Betäubung war das ſelige Bewußtſein über ihr Herz gekommen: Er lebt!
Aber eine andere wohlbekannte Stimme antwortete an ihrer Stelle. Werdenau war an der Seite des Grafen wieder eingetreten, und wie die Donner des jüngſten Gerichts trafen ſeine Worte die heißblütige Ungarin:
„Fräulein von Nortwald hatte nicht die geringſte
Gelegenheit, Sie zu verrathen; denn ich ſprach ſie zum
letzten Mal an jenem Tage, da ich die Ehre hatte, von
Ihnen ſelbſt empfangen zu werden. Ich ließ Ihnen v. Schlägel, Graf Ketlan der Rebell. II. 15
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