Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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geweckt worden. Im Begriff, ſich wieder zu der Ba⸗ ronin zu begeben und dort die Urſache des Tobens zu erfahren, traf ſie an der Haupttreppe mit Tolsky und ſeiner Schaar zuſammen. Der Lieutenant war, wie Gertrud ſofort bemerkte, bis an die Zähne bewaffnet und ſchien von einer Entſchloſſenheit beſeelt, als gelte es eine Batterie zu erſtürmen.

„Um des Himmels willen, was geht hier vor?“ rief Gertrud geängſtigt.

Tolsky errieth den Inhalt ihrer Frage und ſah das junge Mädchen mißtrauiſch an, ob ſie nicht irgend⸗ wo vielleicht eine geheime Waffe verborgen halte; dann ſuchte er unter all den wirren Eindrücken ſein ſpär⸗ liches Deutſch zuſammen, und da ihm eine genauere Unterſcheidung der Zeiten nicht zu Gebote ſtand, rief er:

„Serravaglia todt, Rittmeiſter todt, Kißnagy Alles todtmachen!“

Gertrud ſchwankte und wurde bleich wie Alabaſter; aber mit einer gewaltigen Anſtrengung raffte ſie ſich zuſammen und eilte nach den Gemächern der Baronin. Tolsky folgte ihr in einiger Entfernung.

Selbſt wie eine Sterbende trat ſie in das Zimmer, wo Jolanthe, Ilka und die meiſte Dienerſchaft ſich wie hilfeſuchend um die Baronin drängten. Mit klangloſer Stimme, als gebe es keinen andern Gedanken als nur