Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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„Kommen Sie! Noch iſt es Zeit! Wir wollen fliehen!“

Kißnagy lächelte ängſtlich, und auf den Zehen ſchlei⸗ chend folgte er ſeinen Führern in ein Nebenzimmer. Dort brach er ohnmächtig zuſammen. Die herbeigeru⸗ fenen Diener trugen ihn nach einem ſichern Gewahr⸗ ſam, während andere nach dem Arzt eilten.

Werdenau und Ketlan ſtanden ſich ſchweigend gegen⸗ über. Der Graf unterbrach zuerſt die drückende Stille.

„Geſtatten Sie mir eine Frage, Herr von Werdenau! Sie erwähnten vorhin, daß Sie jenes mich compromit⸗ tirende Schriftſtück gekauft hätten. Darf ich fragen, von wem?“

„Ich kann Ihnen dieſe Frage um ſo offener beant⸗ worten, als der Verkäufer, wenn er meinem Befehl gehorcht hat, längſt Ihrer Rache entzogen iſt. Vor einigen Wochen bot ſich ein Diener dieſes Hauſes, der, wie er glaubte, ungerechter Weiſe entlaſſen worden war, als Berichterſtatter an. In meiner damaligen Stellung und nach meinen eigenen Beobachtungen ver⸗ ſtieß es gegen meine Pflicht, dieſe Gelegenheit, Sie zu überwachen, von der Hand zu weiſen. Ich veranlaßte den Menſchen, in Sard Dienſte zu nehmen.“