Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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wir wollen tragen, was wir nicht mehr ändern kön⸗ nen! Fragen Sie meine Schweſter, meine Braut, ſie werden antworten wie ich!“

Aufrecht und die Begeiſterung eines kühnen Ent⸗ ſchluſſes auf dem Antlitz trat Ketlan zu der Schweſter, die ihm mit einem ſtolzen Lächeln die Hände entgegen⸗ ſtreckte.

„Wir wollen tragen, was wir nicht mehr ändern können!“

Es fehlte der Haltung des Grafen nicht an Größe, als er ſich, die Hand der Schweſter feſthaltend, nach Frau von Valaſy umwandte.

„Und Du, Jolanthe?“

Mit ſchleppendem Schritt trat ſie zu ihm heran und lehnte ihr Haupt an ſeine Schulter. Sie wagte nicht, die Augen zu Werdenau zu erheben, und das Gefühl ihrer Schmach erſtickte faſt ihre Stimme, als ſie murmelte:

„Wir wollen tragen, was wir nicht zu ändern ver⸗ mögen!“

Werdenau ſeufzte tief, während beim Anblick Jo⸗ lanthens ein bitteres Lächeln über ſeine Züge flog. In dieſem Augenblick ertönte durch den Corridor und bis ins Zimmer der Baronin der markerſchütternde Schrei