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eine ſtolze, ruhige Entſchiedenheit. Alſo war Gertrud ihrer Sache gewiß.
Ohne ſichtbare Zeichen der Ueberraſchung oder Furcht hörte das junge Mädchen die mit höhniſcher Höflichkeit ihr überbrachte Botſchaft, daß die Baronin, wenn es Fräulein von Nortwald's Befinden erlaube, ſie zu ſprechen wünſche, und ohne Zaudern ging ſie neben Frau von Valaſy nach den Zimmern der Mag⸗ natin.
Dieſe beantwortete den reſpektvollen Gruß der jungen Deutſchen nicht.
Streng und finſter maß ſie ihren Schützling, und ohne Gertrud nur zum Sitzen einzuladen, be⸗ gann ſie:
„Als ich Sie einſt, durch Ihre Worte beſtochen, einlud, uns hierher zu folgen, glaubte ich in Ihnen eine treue Freundin, eine moraliſche Stütze für Ilka, ein reines, erfriſchendes Element für das geſellige Le⸗ ben unſeres Hauſes gewonnen zu haben. Ich wollte Ihnen, ſoviel in meiner Macht ſtand, an uns eine Familie und Heimat geben und hoffte, wenn auch nicht auf Dank, ſo doch darauf, daß Sie ſich jeder abſichtlichen und heimlichen Schädigung unſeres Fa⸗ milienlebens enthalten würden. Mit tiefem Schmerz kann ich mich, worauf ſchon Ihr Benehmen der letzten


