Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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Ich laſſe Sie nicht! Sie müſſen mich hören. Es iſt keine Zeit zu langem Reden; denn meine Schweſter hat Verdacht geſchöpft und Jolanthe ſpio⸗ nirt aus Naturanlage. Wie es gekommen iſt, weiß ich nicht, aber ich hätte ſchon Ihre Schuhe küſſen mögen an dem Abend, als ich Sie zum erſten Male ſah. Sie haben ſich und Ihr ganzes Geſchlecht ge rächt, was ich zu verachten wähnte. Verzeihen Sie mir! Ich will Sie dafür auf einen Thron ſetzen und Ihnen dienen mein ganzes Leben lang. Laſſen Sie uns fliehen! Ich beſitze ein kleines Schloß, kaum mehr als einen Thurm, in einer romantiſch wilden Gegend der Karpaten. Hoch von einem Felſen blickt es über düſtere Wälder in die Ebene und ſeinen Fuß umſpielt ein ſchäumender Bergſtrom. Dort, wohin keines Ver⸗ leumders Zunge, kein Kriegsgetümmel reicht, wollen wir nur uns gehören. Und wenn ich mein großes Werk vollbracht, wenn ich den Fuß auf den Nacken unſerer Feinde geſetzt habe, wenn das ungariſche Volk aus allen ſeinen Gauen dem Befreier zujaucht, dann bring; ich Ehre, Ruhm, vielleicht auch eine Krone Dir! Dann ſollſt Du auch vor der Welt mein Weib ſein, oder ich zerſchmettere mir den Schä⸗ del mit derſelben Waffe, mit der ich den erſten Schuß auf unſere Feinde abgefeuert, die ja auch die Deinen