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im ſchmeichelnſten Tone fort,„ſei vernuͤnftig, ſieh den Alberti, was haſt Du an ihm auszuſetzen? iſt er nicht jung, ſchoͤn, gebildet, reich und aus einem der erſten Haͤuſer? Ganz Padua beneidet Dich die Begluͤckte, welcher er ſeine Verehrung offentlich bezeigt; benuͤtze dieſen Augenblick, zeige dem Unwuͤrdigen, daß Du ſelbſt mit ihm nur leichtes Spiel triebſt, und reiche— aber ſchon morgen— Giulio Deine Hand vor dem Altare.“
Bianca ſaß lautlos, denn in ihrem Kopfe tobte und wirbelte es wunderbar; ſie hatte nicht die Kraft etwas zu erwiedern, noch jetzt gegen den Zorn des ſtol⸗ zen Grafen anzukaͤmpfen. Dieſer aber meinte ſie uͤber⸗ redet zu haben, und ging froͤhlichen Herzens fort, um Alberti dieſe freundliche Neuigkeit zu verkuͤnden, und die noͤthigen Vorbereitungen zu treffen.
Am Morgen des folgenden Tages war die ganze Stadt von den Feſtlichkeiten erfuͤllt, welche die heute erfolgende Vermaͤlung des ſchoͤnſten und reichſten Maͤdchens in Padua mit dem eben ſo reichen Erben mit ſich fuͤhren wuͤrde. Die Straſſen nach der Kirche wurden mit Bogen und Blumenpforten geſchmuͤckt, der Boden mit Roſenblaͤttern beſtreut, und allenthal⸗ ben vertheilte Fackeln ſtrahlten ein glaͤnzendes Licht von ſich. Der Hochzeitszug hatte begonnen, und die rauſchende, vorziehende Muſik verkuͤndete das Heran⸗ nahen deſſelben.— Da, ploͤtzlich toͤnten tiefe, traurige


