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Donna Clara zum Altare fuͤhren wolle. Caſtel Franco beſchloß, ſich an den alten Vanezzi zu wenden, der ihn zwar Anfangs mit etwas verletzender Kaͤlte empfing, zuletzt jedoch, als dieſer ſeinen Plan mit der Familie Spoleto entwickelte, ſich gaͤnzlich mit ihm uͤber die zu ergreifenden Mittel verſtaͤndigte.
Nach dieſer Unterredung begab ſich Vanezzi zu ſei⸗ ner Tochter, die ſeit ihrem letzten Beſuche in einer troſtloſen Apathie gelebt hatte. Er ließ ihre Dienerin⸗ nen ſich entfernen, ſetzte ſich neben ſie, und ergriff ihre Hand.„Bianca,“ ſagte er,„ſieh mich an; ſprich, mein Kind, Du zweifelſt an Deines Vaters Liebe, an ſeiner Guͤte.“— Sie druͤckte ſeine Hand. —„Hore mich, meine theure Bianca, und ſage ſelbſt, ob mir nicht Dein Gluͤck am Herzen liegt. Du liebſt Giovani Caſtel Franco.“— Bianca zitterte heftig; eine brennende Roͤthe uͤberzog ihr Geſicht und ihren Hals.—„Du liebſt Giovani Caſtel Franco; Du thuſt mir leid, und mehr noch, wenn Du es ihm ge⸗ zeigt haben ſollteſt— denn er iſt im Begriff, ſich mit des Grafen Spoleto einziger Tochter, der reichen Witwe Donna Clara, zu verbinden.“
Bianca ſprang von ihrem Sitze auf, preßte mit einem Blick des Zweifels und des Entſetzens beide Haͤnde vor ihre Stirne, und zitterte krampfhaft; ſchnell aber ging die Erſchuͤtterung wieder in Ruhe uͤber, und


