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kuͤnfte Giovani's mit Bianca in der Antoniuskirche erfahren, was er ſogleich ſeinem neuen Freunde Al⸗ berti mittheilte, nicht ohne einzelne Punkte dazu zu dichten, die den Letztern auf den hoͤchſten Grad erbit⸗ tern mußten. Giulio's erſter Gedanke war, Gio⸗ vani zum ehrlichen Zweikampf zu fordern. Dann dachte er— ein damals gar nicht ungewoͤhnlicher Aus⸗ weg— ihn heimlich zu uͤberfallen und zu erdolchen. Aber Aleſſandro hielt ihn davon ab, ſein Haß be⸗ gnuͤgte ſich nicht mit einer ſo ſchnellen Entwicklung. Den Tag, nachdem Giovani ſich dem alten Va⸗ nezzi offenbaret hatte, trat dieſer in das Gemach ſeiner Tochter, welche die Larve in der Hand hielt, die ſie in jener unvergeßlichen Nacht getragen hatte, und welche die ſuͤßeſten Erinnerungen in ihr erweckte. Sie ſprang anf, aber ihr Vater befahl ihr, ihren Sitz wieder ein⸗ zunehmen, und warf ihr, ohne weitere Einleitung, mit Haͤrte vor, daß ſie ein geheimes Verhaͤltniß mit Gio⸗ vani de Caſtel Franco angeknuͤpft habe. Bianca wollte antworten, vermochte es aber nicht. Vanezzi erklaͤrte ihr mit zunehmendem Grimme, daß er alles wiſſe, was vorgegangen waͤre, daß Giovani ein armſeliger Aben⸗ teurer ſei, der ſeine Gedanken nicht ſo hoch erheben ſolle; daß er andere Abſichten mit ihr habe, und ſie es ſich daher gefallen laſſen muͤſſe, bis zu derer Erfull⸗ ung den Pallaſt nicht zu verlaſſen. Alleſſandro, von 46*


