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in die Wangen ſchoß. Zum Gluͤck oͤffnete ſich die Thuͤre des Nebenzimmers.
„Was giebt's,“ rief ſie unwillig,„kann man nicht einen Augenblick ungeſtoͤrt ſein?“
„Euer Gnaden, es iſt aufgetragen“, entgegnete demuͤthig eine Tenorſtimme,„und der Herr Hofrath ſitzt bereits bei Tiſche!“
„Laßt ihn ſitzen, den ewigen Eſſer, es iſt noch Zeit,“ zuͤrnte ſie hinaus, bald aber fuhr ſie zu mir gewendet fort:„Sie entſchuldigen wol, mein Freund! Sie ſehen, ich muß fort; kommen Sie nach Tiſche um vier Uhr wieder, dann wollen wir die Sache in Ordnung bringen. Hoͤren Sie, kommen Sie gewiß, mein lieber Geheimſecretaͤr!“
Sie laͤchelte huldreich, druͤckte mir, als ich ihre Hand kuͤßte, die meine, und huͤpfte leicht, wie ein Reh davon.
Ich ſtand ganz verdutzt da. War es Traum, war es Wirklichkeit— meine kuͤnftige Gebieterin, die hohe Frau Hofraͤthin hatte mir die Hand gedruͤckt, mich ihren„lieben Secretaͤr“ genannt, und dieſe praͤchtige eintraͤgliche Stelle, die bei guter Auffuͤhrung lebens⸗ laͤngliche Verſorgung zur Folge hatte, war mein— mein! Ich faßte mein Gluͤck noch nicht, aber im Hintergrunde meiner verworrenen Freude laͤchelte ver⸗ klaͤrt, wie ein Engel Erneſtine auf meine Zukunft


