O9 Vater, Vater, liebſter Vater, ſo ſuͤndig ich bin, ſo bin ich doch auch dei⸗ ne Tochter, und darf Dich Vater nen⸗ nen— und nenne Dich auf das Ge⸗ heiß Deines Sohnes getroſt Vater. O Du liebſt mich gewiß mehr, als ich mein Kind! O hoͤre— hoͤre mich, und ver⸗ ſtoße dein Kind, deine Tochter nicht, die keine andere Zuflucht hat, als Dich.“ Indem ſie ſo bethete, hoͤrte ſie einen Fußtritt. Sie blickte auf— und ſieh, Margaretha, die eben mit der uͤbrigen Geſellſchaft angelangt war, kam den langen, duͤſtern Bogengang des Gar⸗ tens herab, gerade auf die Laube zu. Ein Strahl von Hoffnung ſiel in das Herz der Graͤfinn, als ſie Margarethen erkannte und das heitere Geſicht des Moͤdchens erblickte; es war ihr als ſaͤhe ſie einen Engel des Himmels.„O be⸗ ſte, gnaͤdige Graͤfinn, fing Margaretha
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Wie Heinrich von Eichenfels zur Erkenntniss Gottes kam : Eine Erzählung für Kinder und Kinderfreunde / Von dem Verfasser der Ostereyer
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