leids:„Was weineſt du und was fehlt dir? Biſt du vielleicht hungrig? Sieh, da haſt du Brod und zwey Aepfell iß!“
Menrad aber ſprach zu dem Maͤd' chen:„Sieh, dieſer Kleine iſt das Kind, das zugleich mit dem Bildniſſe geraubt wurde.“ Da war es dem Maͤdechen nicht anders, als braͤche der Freudenſchrecken ihr das Herz. Sie ſank auf die Knie und rief mit hoch zum Himmel erhobenen Haͤnden:„Ja, guter, barmherziger Gott, Du haſt mein Gebeth, das ich Tag und Nacht zu Dir hinauf ſchickte, erhoͤrt! O ſieh jetzt auch meinen Dank gnaͤdig an, Ausſprechen kann ich ihn nicht!“ Und hierauf umarmte ſie den kleinen Hein⸗ rich unter heißen Thraͤnen.„O gruͤß dich Gott, liebſter Heinrich, ſagte ſie; ſo hat dich denn Gott uns wieder ge⸗ ſchenkt! O, biſt du es denn wirklich,


