Mond, der vorhin als ein kleines, kaum bemerkbares Woͤlklein am Himmel ſchweb⸗ te, leuchtete jetzt im reinſten Glanze, und ſtand, von unzaͤhlichen hellfunkelnden Sternen umgeben, hoch uͤber dem See. Der See glich einem hellen Spiegel und man glaubte dann einen zweyten Him⸗ mel mit Mond und Sternen zu entde⸗ cken, und in die Unendlichkeit zu blicken. Kein Blaͤttchen der Baͤume umher regte ſich; es herrſchte eine feyerliche Stille. Ein neues, noch nie empfundnes Ge⸗ fuͤht— das Gefuͤhl der Andacht, der Anbethung, der Raͤhe Gottes regte ſich in Heinrichs Herzen. Und nnn faltete der ehrwuͤrdige Greis die Haͤnde und
blickte zum Himmel und bethete dem
Knaben vor— und auch der Kleine er⸗ hob ſeine Haͤndchen das erſte Mal zum Himmel und ſprach ihm jedes Wort nach. Die Thraͤnen floßen dem guten


