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Machdem die Graͤfinn ſich von dem erſten Schrecken erholt und vernommen hatte, das Kind ſey erſt vor ein Paar Stunden geraubt worden, ſo ſchickte ſie ſogleich eine Menge Leute aus, es aufzuſuchen. Ein Bothe nach dem an⸗ dern kam wieder zuruͤck. Margaretha lief jedem entgegen, und weinte immer aufs neue, ſobald ſie ſchon von weitem ſeine troſtloſe Miene ſah. Endlich kam auch der letzte, ohne die geringſte Spur von dem Kinde entdeckt zu haben, und Margaretha weinte ſich faſt die Augen aus. Nach und nach wurde ſie zwar ruhiger; allein ſie war immer ſehr blaß und ging umher, wie ein Schatten. Jedermann hatte Mitleiden mit ihr. Auf einmal verſchwand ſie, und kein
Menſch wußte, wo ſie hingekommen war.


