Margaretha aber war ohne allen Troſt. Sie ſiel der Graͤfinn zu Fuͤßen und bat ſie um Verzeihung.„Ach, ſagte ſie zur Graͤfinn, wenn ich das Kind mit meinem Blute aus den Haͤn⸗ den der Raͤuber befreyen koͤnnte, ich wollte gerne den letzten Tropfen vergie⸗ ßen. Laſſet mich hinrichten; ich will gerne ſterben.“ Die Graͤfinn verzieh ihr.„Deine aufrichtige Reue verdient Vergebung, ſprach ſie; es ſoll dir kein eid geſchehen. Du ſiehſt aber, wie gut ichs meynte, wie weiſe mein Befehl war; du haſt es nun erfahren, was Ungehorſam, Leichtſinn, Hang zu Luſt⸗ barkeiten fuͤr großes Ungluͤck anrichten koͤnnen. Unſer aller Freuden auf dieſer Welt ſind nun fuͤr immer dahin, wie die Roſen hier, die welk und entblaͤt⸗ tert auf dem Boden umher liegen.
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