— 19—
le es ſich befinde; aber dein Auge ſieht es, wo es auch iſt. Ich kann ihm nichts Gutes und Liebes mehr erweiſen, aber Du und nur Du allein kannſt es erhalten. Du hoͤreſt ja das Schreyen der jungen Raben— o hoͤre auch das Flehen dieſes Kindes, das gewiß weint und wimmert und ſich nach ſeiner Mutter ſehnt.— Mir und meinem lieben Gemahl' aber gieb die Gnade, dieſen Verluſt zu ertragen! Obwohl zunaͤchſt Unvorſichtigkeit und Bosheit der Menſchen uns den kleinen Engel geraubt haben— ſo leßzeſt doch Du es zu. Du fuͤgteſt es ſo; Dir will ich mein Kind mit vertrauendem, wiewohl blutendem Herzen zum Opfer bringen. Ich weiß es gewiß, auch dieſer Schmerz wird mir unter deiner Leitung einmal zum Heile ſeyn.“ So rroͤſtete ſich die trauernde Mutter.


