Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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gern mit allen Leuten in gutem Einvernehmen ſehen,

denn es iſt peinlich, Jemanden geringgeſchätzt zu fin⸗ den und verkleinern zu hören, den man zu achten Ur⸗ ſache hat. Gehen Sie alſo recht bald zu den Herren Miniſtern und ſtellen ſich ihnen in meinem Namen vor. Man wird Sie anders empfangen als früher, ich bürge dafür. Und wenn man Ihnen von Seiten meiner nächſten Umgebung wohlwollend entgegenkommt, wenigſtens mit einem ſo ſcheinenden Geſicht, ſo machen Sie ein ähnliches. Denken können Sie darüber was Sie wollen, das thue ich auch. Darum bitte ich Sie. So hoffe ich denn, daß bald eine allgemeine, wenig⸗ ſtens äußerliche Verſöhnung, ſelbſt mit dem Hofmar⸗ ſchall zu Stande kommen wird.

An mir ſoll es nicht liegen, wenn die Herren noch länger mit mir unzufrieden ſind, gnädigſte Frau aber zu der Oberhofmeiſterin brauche ich doch nicht mehr zu gehen? Zwiſchen ihr und mir wird und kann keine Eintracht herrſchen, unſer Zwieſpalt ſchreibt fich von zu alten Zeiten her.

Die Fürſtin lächelte heiter.Ja, ſagte ſie,ich weiß es, ſie kann nicht herrſchen, denn Ihr Beide ſeid wie Stein und Stahl!

Ich nehme den Stahl für mich in Anſpruch, Durchlaucht, wenn Sie es gütigſt erlauben.