in einem dunklen Winkel hängt. Sie werden ſie fin⸗ den, wenn Sie mit Licht hinein leuchten. Ich habe dieſe Einrichtung ſo vörgefunden. Früher mag ſie zu andern, vielleicht böſen Zwecken gedient haben, wir wollen ſie jetzt zu guten benutzen. So können Sie ungeſehn zu mir kommen, jeden Augenblick, wann ich Ihrer bedarf, und die Zeit iſt jetzt da, wo dies öfter geſchehen wird. Namentlich aber werde ich Sie zu mir berufen, wenn Sie mir bei einer Arbeit helfen ſollen, denn einer Hülfe, wie Sie ſie leiſten können, bedarf ich. So bewahren Sie alſo auch dies Ge⸗ heimniß. Ich liebe es nicht, ſelbſt von meinen ver⸗ trauteſten Dienern beobachtet zu werden, es knüpfen ſich zu leicht Beſprechungen daran, die mindeſtens überflüſſig, wenn nicht unangenehm ſind. Sind Sie damit einverſtanden?“
Ich wollte mich eben in eine weitläufige Dank⸗ ſagung einlaſſen, als die Oberhofmeiſterin gemeldet ward.„Ah,“ ſagte die Fürſtin,„da kommt Ihre beſte Freundin gerade zur rechten Zeit. Laſſen Sie die Gräfin eintreten, Zöllner.“ 3
Als die Gräfin Hohenheim mit ihrer ganzen ober⸗ hofmeiſterlichen Würde hereinrauſchte, um ſich wieder als geneſen zu melden, und dabei mich, dem die Freude das Geſicht hochroth gefärbt hatte, vor der Fürſtin


