einſt als Kind in einer ähnlichen Lage befunden habe, wie Sie in der Saale, und daß ein kühner junger Menſch mir einen gleichen Dienſt wie Ihnen der junge Hallore erwies. Sie haben alſo nur in mir die Er⸗ 3 innerung an jene ſchrecklichſte Stunde auch meines Lebens aus ihrem Schlummer geweckt und mir und vielleicht auch einem Anderen damit eine Wohlthat erwieſen. Ich bitte Sie aber, daß Sie dieſe meine Worte Niemanden als höchſtens Ihrem vertrauteſten Freunde mittheilen, denn ich mag nicht, daß man mehr. darüber ſpricht oder fabelt, als in der Wahrheit der Thatſache, die hier nur ſehr Wenigen bekannt, begrün⸗ det iſt. Leben Sie wohl und vergeſſen Sie nicht, bis heute über acht Tage uns wieder eine intereſſante Geſchichte aus Ihrem Leben mitzutheilen.“ Bald nach dieſer geheimen Unterredung verab⸗ ſchiedete uns die Fürſtin. Als ich aber beinahe zu⸗ letzt an die Reihe kam, ihr meine Abſchiedsverbeugung
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zu machen, ſagte ſid ruhig und ohne eine Miene zu„ voerziehen: „Bleiben Sie noch einen Augenblick!“ Bis die Letzten ſich entfernt hatten, blieb ich, 4
einem Verbrecher, der ſeinen Richterſpruch erwartet, nicht unähnlich, in einem Winkel des Zimmers ſtehen; als aber der aufwartende Diener ſeinen Poſten an


