Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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die mir derſelbe ſchon am nächſten Morgen, ſobald er mich ſah, hinterbrachte, da er nicht im Entfernteſten vermuthen konnte, daß ich einſt ſelbſt der Fürſtin den Dienſt erwieſen, den der junge Hallore ihm in der Saale hatte zu Theil werden laſſen. Ich aber, trotz⸗ dem er mir ein ſolches Vertrauen erwies, konnte es nicht über mich gewinnen, ihm eine Erklärung zu geben, die mir eben ſo leicht wie ihm verſtändlich ge⸗ worden wäre, denn ich dachte mir, es möchte der Fürſtin vielleicht nicht angenehm ſein, wenn es bekannt würde, daß ſie mir perſönlich ſo überaus verpflichtet ſei.

Herr Major, ſagte die Fürſtin mit dem Aus⸗ drucke der Rührung und eines herzlichen Wohlwollens auf ihrem ſchönen Geſicht, das die bleichere Farbe und die innere Regung nur noch hinreißender gemacht hatte,Sie dürfen aus meinem Schweigen nicht ent⸗ nehmen, daß mich die Erzählung Ihres ſchrecklichſten Lebensmomentes verſtimmt oder erzürnt habe, ach nein! ganz das Entgegengeſetzte findet ſogar ſtatt, und Sie ſehen mich nur tief bewegt, denn ich nehme einen größeren und innigeren Antheil an Ihrer Erzählung, als Sie ſich vorſtellen können. Und ſo danke ich Ihnen denn für dieſelbe. Damit Sie aber nicht länger im Unklaren über die eigentliche Urſache meiner Bewegung bleiben, ſo will ich Ihnen mittheilen, daß ich mich