Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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als ich am ganzen Abend geweſen war, denn mein Herz ſagte mir, daß die eben erlebten Augenblicke nicht ohne Folgen für mich bleiben würden.

Die Unterhaltung bei Tafel entwickelte ſich dieſen Abend ungewöhnlich matt, weil die Fürſtin in ihrem ſeltſamen Schweigen verharrte und nur dann und wann ein einzelnes Wort hören ließ, wenn ſie nicht umhin konnte, ihre Meinung auszuſprechen. Der Major an ihrer Seite trug auf ſeinem verdutzten Geſicht die deutlichen Spuren ſeiner noch fortwirkenden Verzweif⸗ lung, daß er allein es geweſen, der dieſe allgemeine Stockung der ſonſt ſo lebhaften Unterhaltung hervor⸗ gerufen habe. Ich, der ich an dieſem Abend zufällig ſehr weit von der Fürſtin entfernt ſaß, blieb aus ſehr natürlichen Gründen ſtill und wagte es nur ſelten, meine Augen auf das Antljitz derſelben zu richten, die tief in ernſte Gedanken und Erinnerungen verſunken ſchien. Als die Tafel aber überraſchend früh aufge⸗ hoben wurde, bildeten ſich in allen Ecken kleine Grup⸗ pen, da zuletzt Jedermann in Verlegenheit geratben war und nicht wußte, wie dieſer ſeltſame Abend endigen

würde. Während wir nun, nur halblaut redend, hier und da zerſtreut umherſtanden, winkte die Fürſtin den Major zu ſich heran und ſagte ihm folgende Worte,