ſie, ohne doch jemals nur in ihre unmittelbare Nähe gelangt zu ſein. Denn ich war ein armer Fähnrich von bürgerlicher Geburt, ich wollte mir erſt einen Na⸗ men erringen und ſie— war eben die Tochter meines Generals, was ſo viel beſagen wollte, als ob ſie eine Tochter Jupiter's geweſen wäre. Genug, meine Sehn⸗ ſucht nach ihr kannte keine Gränzen, ich ſchlief keine Nacht, ich aß nichts und wurde ganz mager bei mei⸗ nem Schmerz.“
„Weiter, weiter!“ riefen mehrere Damen, nachdem ſie ein leiſes Kichern hatten hören laſſen.
„Da wollte es das Glück,“ fuhr der Major fort, „daß der Prinz von L... in unſre Garniſon kam, bei welcher Gelegenheit der General, der beiläufig ſehr geizig war, ein großes Feſt veranſtalten mußte. Auch wir Fähnriche erhielten eine Einladung und wurden, als der Prinz auf dem Feſte erſchien, dem⸗ ſelben namentlich vorgeſtellt. Als mein anrüchiger Name„Fuchs“ genannt wurde, ſpitzte er die Ohren, als ob man ihm einen Verwandten angekündigt habe, denn Sie müſſen wiſſen, daß der Prinz von L. einen Fuchs in ſeinem Wappen führt.„Ah,“ ſagte er,„ſind Sie ein Sohn von meinem alten Fuchs?“
Nein, Durchlaucht, erwiderte ich, mich verbeugend,
nicht von Ihrem, denn der iſt ja von Adel, aber


