Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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könne; namentlich waren die jüngeren Damen uner⸗ müdlich, ſeine Offenberzigkeit herauszufordern und ihm einen Köder hinzuwerfen, den er, mochte er wollen oder nicht, ergreifen mußte, wollte er ſich nicht taub oder blind ſtellen. Da hierzu ſeinerſeits noch ein erſtaunliches Gedächtniß und ein unerſchöpflicher Anek⸗ dotenreichthum kam, der ihn niemals zu Wiederholungen veranlaßte, ſo ſprudelte die Quelle der allgemeinen Ergötzung überaus reichlich und Keiner war in der Geſellſchaft, der ſich nicht ſtets an den harmloſen Ergüſſen erquickte, mit denen er nicht allein die Thor⸗ heiten der Welt, ſondern vorzugsweiſe ſeine eigene geißelte, die er als ein Bruchtheil der allgemeinen großen Weltthorheit zu betrachten liebte.

An dem Abend nun, den ich ſchon vorher ange⸗ deutet, hatten ſich mehrere Damen verſchworen, den guten Major ſo recht nach Herzensluſt zum Sprechen zu bringen, und das Glück wollte dem Unternehmen inſofern wohl, als gerade an dieſem Abend die Ober⸗ hofmeiſterin durch Unpäßlichkeit abgehalten ward, an der Geſellſchaft Theil zu nehmen, und ihre ſtrenge Mentormiene alſo dem unſchuldigen Gebahren der jüngeren Welt keine zu engen Gränzen zu ziehen drohte.

Als man die Ueberzeugung von dem Ausbleiben