Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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auf, da ſie fühlte, daß ihr Ende mit raſchen Schrit⸗ ten herannahe.

Ich ſank auf einen Stuhl, denn dieſe Nachricht ergriff mich tief und ſchmerzlich, zumal ſie ſo uner⸗ wartet kam. Meine Mutter war in der letzten Zeit immer ſo geſund geweſen, vor wenigen Wochen hatte ich noch die herzlichſten Briefe und ihren Dank für meine ihr zum Geburtstag geſandten Geſchenke erhal⸗ ten, und nun war ſie ſchon nicht mehr am Leben. O welcher, zu meinen anderen hinzukommende, neue herbe Schmerz! Obwohl ich ſeit meinem zwölften Jahre von meiner Mutter getrennt gelebt, ſo hatte ich ihr doch ſtets die Gefühle eines dankbaren Kindes be⸗ wahrt und meine Liebe zu ihr hatte ſich zwar nie in lauten, ſtürmiſchen Ergießungen, ſtets aber in einer ſanften, warmen Neigung geoffenbart.

Faſſe Dich und bezwinge Deinen Schmerz, ſagte der Fürſt in ſeiner gewöhnlichen früheren Ruhe,es iſt ja auf keine Weiſe zu ändern. Als Menſch weißt Du, daß wir Alle ſterblich ſind, und als Mann mußt Du Dich in das Unvermeidliche fügen. Sieh die⸗

ſen Ring gab mir Deine Mutter für Dich zur Erin⸗ nerung an ſie ihre übrigen kleinen Beſitzthümer hat ſie aber ihren ärmeren Verwandten vermacht, wo⸗ mit Du wohl einverſtanden ſein wirſt, da Du durch