Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Aber nein, der Ehrgeiz ſtachelte auch ihn und ſo warf er ſein Kind wie eine Waare hin, ſie verſchachernd an den Meiſtbietenden, als könne er nicht die Zeit erwarten, ſie los zu werden. Er hätte ſich bedenken und Hildegard es ſo machen ſollen wie ich: frei einen Mann wählen, den ſie liebte, und glücklich ſein, wie ich es mit meiner herrlichen Elsbeth bin. Es giebt genug edle Männer von guter Geburt, deren Leben meine Schweſter zum Himmel umwandeln, und die ſie ſelbſt hätten glücklich und froh machen können.

Das iſt ſehr bald geſagt, erwiderte ich mit wehmüthigem BerzllopſanHildegard iſt ein Weib und hatte weder Deinen kräftigen Geiſt, noch hi Neigung, ihren angeborenen Fürſtenſtolz einem gelie ten Manne zum Opfer zu bringen. Wenn ich das Alles erwäge, kann ich ihr nicht verdenken, daß ſie gerade ſo und nicht anders gehandelt hat.

Aber ich, trotzdem ich das auch erwäge. Und was den kräftigen Geiſt und Willen betrifft, mein Freund, ſo hatte ſie ihn ſchon, glaube mir, ſie gerieth nur nicht in die rechten Hände, und das iſt das be⸗ klagenswertheſte Unglück von hochgeborenen Men⸗ ſchen.

In ähnlicher Weiſe unterhielten wir uns oft, was allerdings leichter ſein mag, als die rechten Wege zu