Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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mundung des Regentſchaftsrathes ſtehend, ſprachen ſich zwar vorſichtig über die traurigen Verhältniſſe in B... aus, um ſo nachhaltiger und umfaſſender aber ſchilderten uns Privatmittheilungen die allgemeine Lage, und ſo lebten wir in beſtändiger Sorge um die

nächſte Zukunft, die wir in Bezug auf das perſönliche

Wohl der armen Fürſtin nur als eine höchſt traurige erachten konnten.

Oft in der Stille der Nacht und in friedlichſter Einſamkeit berathſchlagte der Fürſt mit mir, wie ſei⸗ ner geliebten Schweſter wohl zu helfen ſei, aber das war eine vergebliche Bemühung und unſer guter Wille viel zu ſchwach, um auf irgend eine zweckentſprechende Weiſe thatkräftig einzugreifen. Theils ſtanden wir der Umgarnten zu fern, hatten auch allen Einfluß

auf ſie verloren, theils reichten unſre Mittel bei Wei⸗ tee nicht aus, dem kranken Organismus ihrer Regie⸗

rung eine werkthätige Hülfe zu bieten.

Das hat man davon, ſagte eines Abends der Fürſt in tiefer Niedergeſchlagenheit,wenn man durch eine ſogenannte große Heirath ſich glücklich zu machen und auf einen hohen Fuß zu ſtellen gedenkt. Das hätte mein Vater vorherſehen fönnen, wenn er offene Augen und Ohren gehabt und den Rathſchlägen ver⸗

ſtändiger Menſchen ſeinen Beifall geſchenkt hätte.