Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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weiſen und zu wandeln, zumal wenn man ſelbſt auf ebener Bahn glatt dahin rollt und in ſeiner jugend⸗ lichen Phantaſte einen Berg für ein Thal und ein Thal für einen unmäßig hohen Berg hält.

Doch ich muß nun wohl über mich ſelbſt einige Worte hinzufügen, denn es wird Zeit, daß der Leſer auch meine Beſtrebungen und Wünſche während der eben erwähnten ſieben Jahre kennen lernt. Ich hatte während dieſer Zeit faſt ununterbrochen

verſchiedenen literariſchen Studien und Unterſuchungen meine ganze Kraft gewidmet und kann wohl ſagen, daß ich nicht allein ſehr fleißig geweſen war, ſondern ¼ auch manchen ſchönen Erfolg hinſichtlich meiner eigenen Ausbildung und Geiſtesklarheit erzielt hatte. Meine Freunde waren nicht ſo durchaus im Unrecht, wenn ſie behaupteten, ich ſei auf dem beſten Wege, ein trockner Gelehrter und Bücherwurm zu werden, denn mich zog mein freundlich gelegenes Arbeitszimmer mit ſeinen Karten, Büchern, Schriften aller Art auf eine wunderbare Weiſe an und wenige Vergnügungen außer demſelben wogen die Luſt und die Befriedigung auf, die ich bei und durch die Arbeit ſelbſt empfand. Ja, ich vertiefte mich oft ſo ſehr in die ſchwarzen geheim⸗ nißvollen Charaktere der Bücher in allen Sprachen und aus allen Zeitaltern, daß Bruno nicht ſelten mit