Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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die junge Fürſtin, die mit allen ihren Reizen und wunderbaren Gaben vergeblich gegen ſie anzukämpfen

verſuchte. Außer dieſen leichtfertigen Damen um⸗

ſchwärmte den Fürſten eine Geſellſchaft nichtswürdiger Creaturen, Speichellecker und Günſtlinge; ſeine Rath⸗ geber und Lieblinge wählte er nicht ſelten aus der

Hefe des Volkes, und ſelbſt die vornehmeren Cava⸗

liere, die ſeinen Hof bildeten, waren in ſeiner verfüh⸗

reriſchen Schule groß geworden und ließen alſo in

ihrem Thun und Laſſen ſehr viel zu wünſchen

übrig.

Mit derſelben Leichtfertigkeit, mit welcher der Fürſt ſeine Vergnügungen betrieb, behandelte er auch ſeine Geſchäfte. Das Regieren war ihm eine Laſt, die er ſich von den Schultern und auf Leute zu wälzen ſuchte, die ihm ein ganz falſches Licht von dem Zu⸗ ſtande ſeines Landes und Volkes entwarfen und ihn immer tiefer in ihre Netze verſtrickten, bis es keine Rettung mehr als eine Reihe von Gewaltmaßregeln für ihn gab. So nahm es denn Niemanden Wun⸗ der, daß ſeine Regierung von Tage zu Tage mißlie⸗ biger wurde, bis endlich, da Leib und Seele Geknech⸗ teter nur eine gewiſſe Zeit lang den ſchmerzhaften Druck aushalten können, ſo daß ſie entweder zu Grunde gehen oder zum Widerſtande ſchreiten, eine offene Re⸗